Experimentelle Archäologie

Ist "Experimentelle Archäologie" nur der Fachausdruck für Kochen am Feuer, Pfeilbogenschiessen oder Bronzegiessen? – Weit gefehlt!

Hinter all diesen Aktivitäten stecken zeitintensive Recherchen, wissenschaftliche Experimente sowie durch lange Übung erworbenes handwerkliches Können. Die Experimentelle Archäologie ergründet die Herstellungs- und Funktionsweise archäologischer Hinterlassenschaften, überprüft theoretische Modelle in der Praxis und führt damit zu neuen Erkenntnissen.

EAS ist ein 1998 gegründeter Verein zur Förderung der Experimentellen Archäologie. EAS vernetzt Menschen, die in einem der drei Teilbereiche – "Forschen & Experimentieren", "Rekonstruieren & Replizieren" sowie "Erleben & Begreifen" – aktiv sind.

Unsere Mitglieder sind in Museen oder im Vermittlungsbereich aktiv, arbeiten als Archäologinnen und Archäologen für kantonale Fachstellen, sind in der Forschung tätig oder arbeiten als spezialisierte Handwerker. Sie führen wissenschaftliche Experimente durch, stellen Rekonstruktionen her, vermitteln handwerkliche Techniken oder zeigen Aspekte des sozialen Lebens auf; beispielsweise bei Museumsveranstaltungen, in Schulen oder an Kursen.

EAS pflegt zudem regen Kontakt zu entsprechenden Vereinigungen im In- und Ausland.

Standortbestimmung zur Experimentellen Archäologie in der Schweiz

Ergebnisse einer Podiumsdiskussion anlässlich der GV am 27. März 2010

Die Pfahlbauland-Ausstellung auf der Landiwiese in Zürich im Jahr 1990 war ein wichtiges Ereignis für die Experimentelle Archäologie in der Schweiz. Um zu erörtern, ob und wie die Impulse von damals noch wirken und welche Perspektiven sich für die Zukunft bieten, veranstaltete der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Experimentelle Archäologie in der Schweiz (AEAS) am 27. März 2010 eine Podiumsdiskussion in Olten.

Standortbestimmung zur Experimentellen Archäologie in der Schweiz (PDF)